Studien zu Teebaumöl

Teebaumöl besitzt zwar keine offizielle Zulassung als Arzneimittel, findet aber aufgrund der nachgewiesenen Heilwirkung diverser Beschwerden steigenden Anklang.

Die Wirkungsweise und die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Stammpflanze (Melaleuca alternifolia) werden vermutlich seit Jahrtausenden von den Ureinwohnern Australiens genutzt und geschätzt. Für den europäischen, amerikanischen und natürlich australischen Markt wird Teebaumöl per Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigspitzen des Teebaums gewonnen. Es zeichnet sich durch einen markanten Eigengeruch aus, der vielleicht gewöhnungsbedürftig – aber keineswegs als unangenehm einzustufen ist.

In experimentellen Studien konnte das ätherische Öl nachweislich eine breite Palette an Keimen, Erregern oder Pilze eliminieren oder zumindest am Wachstum hemmen. Genau diese Eigenschaften stilisieren das ätherische Öl zu einem Hausmittel, das für eine ganze Reihe von Beschwerden angewendet werden kann.

Durchgeführte wissenschaftliche Studien

Es ist der Wissenschaft schon länger bekannt, dass ätherische Öle mit einem hohen Terpenen-Anteil antibakteriell und antimykotisch wirken. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit immer wieder verschiedene Testreihen – meist In-Vitro (im Reagenzglas) – mit Teebaumöl durchgeführt.

Wirksamkeit bei Akne 

Eine einfach verblindete, randomisierte Studie wurde im Jahre 1990 durch Basset und Kollegen folgendermaßen durchgeführt:

124 (60 weibliche, 64 männliche) Aknepatienten im Alter zwischen 12 und 35 Jahre nahmen teil, wobei eine Gruppe mit 5% Teebaumöl behandelt wurde und die Vergleichsgruppe mit 5% Benzoylperoxid. Nach drei Monaten zeigten beide Gruppen eine deutliche Symptomverbesserung.

Eine weitere Studie in den 1990igern beschäftigte sich hauptsächlich mit drei Inhaltsstoffen im Teebaumöl: Terpinen-4-ol, Alpha-Pinen und Alpha-Terpineol. Bei dieser Studie zeigte sich, dass die drei Substanzen gegen Propionibacterium acnes und gegen Staphylococcus epidermis wirken. Beide Erreger begünstigen eine Entstehung der Akne.

Im Jahr 2007 fand durch indische Forscher eine randomisierte Doppelblindstudie mit 60 Aknepatienten statt. Zur Anwendung kam ein Gel mit 5% Teebaumöl. Auch diese Studie belegte die Wirksamkeit des ätherischen Öls.

Alle drei Studien beweisen unter anderem die Wirksamkeit von Teebaumöl bei Akne.

Quelle: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1610-0387.2010.07496_supp.x/epdf

Antibakterielle Wirksamkeit

Dr. William Penfold dürfte sicher einer der ersten Wissenschaftler gewesen sein, der sich in den 1930er Jahren eingehend mit der Wirksamkeit von Teebaumöl beschäftigte. Ihn interessierte die antimikrobielle Wirkung von Teebaumöl, die er mit dem Desinfektionsmittel Karbolsäure und Phenol verglich. Natürlich sind die Daten des Forschers heute etwas antiquiert, aber sie zeigen dennoch deutlich, dass in dem ätherischen Öl eine antimikrobielle Wirkung vorhanden ist.

Neuere In-vitro-Studien beweisen, dass Teebaumöl ein hohes Maß an Wirkmechanismen verfügt, welches sich insbesondere an problematischen Erregern zeigt. Dazu gehören unter anderem Methicillin-resistente Stämme von Staphylococcus aureus, Staphylococcus epirdermitis,  Staphylococcus haemolyticus, Escherichia coli und diverse Streptococcus-Stämme.

Eine Studie aus dem Jahr 1995 – durchgeführt von Carson und Riley – zeigte, dass hauptsächlich die Substanzen Terpinen-4-ol, Linalool und a-Terpineol als antibakterielle Wirkstoffe zum Tragen kommen.

Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1360273/

Antimykotische Wirkung 

Im Jahr 1996 fand durch das Forscherteam Hammer, Carson und Riley eine weitere Untersuchung in Bezug auf die antmykotische Wirkung von Teebaumöl statt. Als Vergleichsstoff diente Miconazol, ein bewährter Arzneistoff bei Pilzerkrankungen. Zum Einsatz kamen diverse Pilze, etwa verschiedene Dermatophyten, rund 54 unterschiedliche Hefepilze samt Candida-Arten sowie Stämme von Malassezia und Trichosporon. Erstaunlicherweise reagierten alle Pilze auf die Gabe von Teebaumöl. So wurde das Wachstum beispielsweise aller Candida-Arten vollständig zum Erliegen gebracht. Somit steht zweifelsfrei fest, dass Teebaumöl tatsächlich in der Lage ist, Pilzwachstum entweder komplett einzudämmen oder zumindest zu hemmen.

Fußpilz

Eine dreimonatige, doppelverblindete Studie des Teams Tong, Altmann und Barnetson zeigte, dass sich die Symptome des Fußpilzes bei der Verwendung von Teebaumöl deutlich verbesserten.

Quelle: http://jac.oxfordjournals.org/content/42/5/591.short

Antivirale Wirkungsweise

Das Tabakmosaikvirus befällt ausschließlich Pflanzen und wird von Wissenschaftlern gerne als Objekt herangezogen, um die Wirksamkeit diverser Stoffe auf Viren zu untersuchen. Bishop nahm sich im Jahr 1995 fünf Wochen alte Pflanzenkeimlinge vor und besprenkelte sie mit einer Mischung aus Teebaumöl, Wasser, Ethanol und Tween. Später besprühte er die Pflanzen mit dem Virus.

Eine Gruppe unbehandelter Pflanzen zeigte das Resultat: So reduzierte sich das Virus auf den mit Teebaumöl behandelten Pflanzen signifikant. Das beweist, dass Teebaumöl durchaus eine Wirkung auf Virenstämme ausübt.

Quelle: http://www.researchgate.net/publication/233302923_Antiviral_Activity_of_the_Essential_Oil_of_Melaleuca_alternifolia_(Maiden_amp_Betche)_Cheel_(Tea_Tree)_Against_Tobacco_Mosaic_Virus

Herpes-Simplex-Virus

Selbst bei dem gefürchteten Herpes-Virus zeigt sich die Wirksamkeit von Teebaumöl. So untersuchte das Forscherteam Schnitzler, Schön und Reichling im Jahr 2001 die Wirksamkeit gegen Herpes-Simplex Typ 1 und Typ 2. Die Studie wurde in vitro durchgeführt und der Plaque-Reduktionsstest an Nierenzellen von Affen beweist die antivirale Wirkungsweise.

Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11338678

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